Der Abriss beginnt – Fakten & Fake News

Gestern Nachmittag, bei Kaffee, Kuchen und strömendem Regen, hat die Abrissfirma AVG Nord GmbH ihre Pläne für den Bunkerabriss vorgestellt.
Laut Aussage des Unternehmens geschieht der gesamte Rückbau fast lautlos, staubfrei und nahezu ohne Erschütterungen. Ihr Plan sieht folgendermaßen aus (hier folgt ein Gedächtnisprotokoll – ohne Gewähr):
- Am Samstag den 02.03.2019 werden zwei Bagger auf das Dach des Bunkers gestellt. Hierzu kommen ab 06:00 Uhr Tieflader und
Schwerlastkräne, die Eimsbütteler Straße bleibt eingeschränkt befahrbar, Verkehrsposten regeln den Verkehr. Am Mittag soll die
Aktion durch sein.
- Die weiteren Arbeiten werden Wochentags (Mo.-Fr.) von 07:30-17:30 stattfinden, es gibt eine Stunde Mittagspause.
- Die Abrissarbeiten sollen insgesamt ca. 4 Monate dauern. Der Einsatz von 2 Baggern soll das Verfahren beschleunigen.
- Auf dem Dach wird anfangs ein Schallschutz-Gerüst aufgebaut damit die Geräusche die beim Einreißen des Daches entstehen
gedämpft werden.
- Dann ‚fressen‘ sich die Bagger mit einer Art ‚Riesen-Raspel‘ durch die Decke und dünnen auch die bis zu 1,50 m dicken Mauern auf 60 cm aus. Das Schallschutz-Gerüst wird danach abgebaut weil dann die Mauern den Schall zurückhalten sollen.
- Pro Etage soll dieser Prozess 8-10 Tage dauern. Die ausgedünnten Mauern werden dann hydraulisch zerlegt – das stelle ich mir wie sägen vor – was wiederum nur 2 Tage pro Etage dauern soll.
- Der anfallende Schutt wird ständig mit Wasser besprüht um eine Staubentwicklung weitesgehend zu verhindern. Dann wird der
Schutt über ein Loch in der Bunker Vorderseite, angebliche leise, in LKWs verladen. 4-6 LKW-Fuhren pro Tag sind geplant.
- Der Bunker wird komplett abgerissen – inklusive beider Seitenwände. Zumindest der Abriss der äußeren Seitenwand war schon
immer genehmigt, wie es mit der Wand zum Nachbarhaus aussieht versuchen wir zu klären. Lediglich die Bodenplatte bleibt
erhalten.
- Von der Abrissfirma AVG werden Lärmmessungen durchgeführt, die Lärmbelastung darf 55 dB (laut Internet entspricht das dem
Geräusch von Regen, einem Kühlschrank oder einem leises Gespräch) nicht überschreiten. Laut AVG werden diese Werte
eingehalten
- In den angrenzenden Nachbarhäusern 129 und 137 wurden durch die AVG jeweils im Keller und im Dachgeschoss Seismographen aufgestellt. Die ‚Erschütterungs-Daten‘ werden direkt an den Bauleiter weitergeleitet damit der, falls es zu sehr wackelt, die Bauarbeiten ‚anpassen‘ kann.
- Die erforderlichen Maßnahmen um die Baumschutzverordnung (für die Straßenbäume) zu erfüllen wurden angeblich mit dem
Grünamt abgestimmt und genehmigt.
- Auf eine Frage zum Thema Artenschutz wurde geäußert, dass definitiv keine Fledermäuse im Bunker wohnen.

Die AVG Nord GmbH will immer ansprechbar sein wenn es Probleme gibt, entweder über den Bauleiter vor Ort oder über die Telefonnummer 04542 8277860

Jetzt komme ich zu den Fake News:
Es gab plötzlich das Gerücht, dass nur noch um die 30 Wohnungen gebaut werden, somit also größere Wohnungen mit 2-3 Zimmern.
Die Freude darüber hielt allerdings nur bis heute morgen an. Von der Baufirma GS Bau wird verlautet, dass die Pläne weiterhin so bestehen wie sie bereits vom vorherigen Besitzer Reidl geplant wurden. Es werden also vermutlich um die 70 Microwohnungen entstehen die dann vermietet werden sollen.

Wir werden die Bautätigkeit weiter mit Spannung beobachten.


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