Fragen gehen in den Bauausschuss

Wir hatten für die heutige Bezirksversammlung (BV) Altona 4 Fragen in die öffentliche Fragestunde eingereicht.
Diese waren so detailliert, dass sie nicht in der BV von den Fraktionen beantwortet werden konnten, sondern in den Bauausschuss gegeben wurden.
Hier werden sie am Dienstag, 12.12.2017 beantwortet.

Fragen zur Öffentlichen Fragestunde der Bezirksversammlung am Donnerstag, 30. November 2017 zum geplanten Bauprojekt Bunker Eimsbütteler Straße 135

(1)
In welchen Punkten und/oder unter welchen Bedingungen unterstützen Sie als Bezirksversammlungsfraktion die Anträge des Investors auf Befreiungen von den Festsetzungen des Baustufenplanes?

(2)
Das vom Bezirksamt Altona beauftragte und durch das Büro „F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH“ erstellte Gutachten „Gemischtes Wohnen im Tucholsky-Quartier“ – das Tucholsky-Quartier liegt ca. 250 m entfernt vom Bunker – kommt zu dem Ergebnis, dass nach alle Wohnungsgrößen nachgefragt werde, insbesondere aber kleine und mittlere Wohnungen mit bis zu 75 m² – bei möglichst vielen Zimmern, die Nachfrage nach 1-Zimmer-Wohnungen habe hingegen abgenommen.
Wie beurteilen Sie den Widerspruch zwischen den Bebauungsplänen des Investors mit Micro-Appartments und den Ergebnissen des Gutachtens?

(3)
Sehen Sie die Bebauungspläne des Investors mit Micro-Appartments im Einklang mit den Intentionen der Sozialen Erhaltungsverordnungen, wie sie z.B. für die unmittelbar benachbarten Stadtviertel Altona-Altstadt und Sternschanze bestehen, denen zufolge die Struktur der Zusammensetzung der bisherigen Wohnbevölkerung nicht beeinträchtigt werden soll.

(4)
Die Stirnseite des Bunkers (zum Glücksburger Platz hin) ist vollständig mit Efeu bewachsen. In dieser Begrünung, ebenso wie in dem mit Brombeerhecke und Efeu bewachsenen Hof des Bunkers brüten diverse Vögel, und der überwachsene Bereich wird von Bienen und Schmetterlingen sehr stark frequentiert. Für ein Innenstadtquartier ist dies sehr außergewöhnlich und aus unserer Sicht erhaltenswert. Unsere Fragen hierzu:
a) Sind die erforderlichen Klärungen mit der Naturschutzbehörde bereits erfolgt? Falls ja, wie ist das Ergebnis?
b) Unabhängig von einer naturschutzrechtlichen Verpflichtung: Gibt es Überlegungen entweder für die Erhaltung dieser Begrünung oder für Ausgleichsmaßnahmen (Neubegrünung)?