Der Stadtteil ist ideal für Familien mit Kindern, die nicht aus der Stadt ziehen wollen!

Wir freuen uns, dass nicht nachgelassen wird, und veröffentlichen die Mail von Janosc an die Mitglieder des Bauausschusses:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bestimmt haben Sie in den letzten Tagen und Wochen bereits einige Nachrichten von Anwohnern in der Nähe des Hochbunkers bekommen.

Auch ich möchte Ihnen hiermit meine Meinung und Einstellung zu diesem Projekt näher bringen.
Ich wohne seit drei Jahren in dieser Nachbarschaft und habe Diese Gegend als gemeinschaftlich sehr stark kennengelernt. Die Straßen um den Platz ohne Namen sind durch sehr viele Familien geprägt. Viele Anwohner engagieren Sich für die Nachbarschaft und man ist gemeinsam bemüht die Verlorenheit der Nachbarschaft durch die umliegenden großen Straßen zu kompensieren. Events beim Gemüsehändler, Privat organisierte Flohmärkte, Sommerfeste für Kinder, und Grillfeste sind nur einige der Ergebnisse dieses Engagements. Der Stadtteil ist ideal für Familien mit Kindern, die nicht aus der Stadt rausziehen wollen, da auch die Zentrumsnähe mit den Kulturellen Angeboten erhalten bleiben sollen.
Was hier benötigt wird sind Wohnungen für junge Familien, die Ihren Kindern ein Stadtleben ohne die immer weiter voranschreitende Anonymisierung der Großstadt ermöglichen wollen.
Unangebracht sind meiner Meinung nach Wohnungen, welche die Rastlosigkeit und Ungebundenheit der Gesellschaft unterstützen. Möblierte Mikroappartements, mögen sie auch nur 22 € den Quadratmeter kosten, tragen nicht zur nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Mögliche Anwohner des besagten Projekts werden durchaus Studenten sein. Jedoch welche, die über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Dies bringt vielfach auch den Besitz eines Fahrzeuges mit sich. Auch sind die Wohnungen sicherlich für Geschäftsleute interessant die die Woche in der Stadt zum arbeiten sind. Diese werden ihre Einkünfte und Ihr mögliches Engagement jedoch sicherlich nicht in der Nachbarschaft geschweige den der Stadt Hamburg lassen. Aus diesen Gründen sehe ich die Argumentation des potentiellen Bauträgers, dass ein Mikroappartementblock ein Gewinn für die Nachbarschaft und/oder die Stadt wäre, als nich nachhaltig und nicht ehrlich an.

Der Ausbau des Bunkers ist meiner Meinung nach absolut sinnvoll und auch der Antrag aus 6 Stockwerke sogar den Antrag für das Staffelgeschoss finde ich auf Grund des umliegenden Gebäudebestands sinnvoll. Hierbei sollte jedoch auf einen ordentlichen Anschluss der Dachansätze zu dem danebenliegenden Haus Nr. 129 sowie zu dem dahinter liegenden Haus Glücksburger Straße Nr. 3 geachtet werden. Auf diese Weise wäre der Ausbau ein Gewinn für das Stadtbild und nicht ein retortenplan zur möglichst effizienten Gewinnsteigerung. Auch der sehr ausladende Ausbau in den Innenhof mit 49 Balkonen ist unangebracht unpassend und kann nur durch mögliche Profitmaximierung erklärt werden. Bereits heute ist der Innenhof zu dem auch dieser Bunker gehört ein Geräuschkessel, in dem bei Feiern oder spielenden Kindern der Lärmpegel steigt. Die geplanten 40 Balkone die zu den Mikroappartements gehören werden die Anzahl an Balkonen ca. Verdoppeln. Hierdurch und durch die stetig wechselnden Mieter, die kein Interesse an eine nachhaltige Bindung mit der Nachbarschaft haben, wird hier eine andauernde Geräuschkulisse erzeugt, welche dem Zusammenhalt sogar noch schaden wird. Hier wäre ein Haus mit Familiengerechten Wohnungen mit einem sich nach oben verjüngenden Ausbau, der Terassenflächen generiert wesentlich passender, da auch hier ein Gewinn der rückseitigen Fassadengestaltung und der direkten Nachbarschaft das Ergebnis wären.

In der neuen Mitte Altona wurden viele Baugemeinschaften mit einbezogen, solange die geplanten Konzepte ein nachhaltiges Wohnen verfolgten. Familien, Paaren und Singles hier die Möglichkeit zu geben sich ein Zuhause zu schaffen, wäre für die Stadt und die direkte Nachbarschaft ein unschätzbarer Gewinn. Warum solch eine Nachhaltige Stadtentwicklung nicht grundsätzlich verfolgt und stattdessen zusätzlich der Drittelmix abgeschafft wird kann ich leider nicht nachvollziehen.

Ich hoffe das Sie ihre Stimme im Bauausschuss dazu nutzen werden, der Stadt Hamburg und der direkten Nachbarschaft eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen und das Profitgebahren einer einzelnen Firma hinter die Interessen der Hamburger Anwohner stellen werden.

Ich freue mich über Antworten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Janosc