Leserbrief von Lotta an die Eimsbütteler Nachrichten

Moin,

ich beziehe mich auf folgenden Artikel in den Eimsbütteler Nachrichten:
https://www.eimsbuetteler-nachrichten.de/bunker-abriss-eimsbuetteler-strasse-altona/

Als Nachbarin des Bunkers war ich gestern auf der gut besuchten Veranstaltung der Nachbarschaftsinitiative. Im Gegensatz zu eurem Artikel, ist auf der Veranstaltung das böse Wort „Gentrifizierung“ nicht gefallen. Auch haben die engagierten NachbarInnen immer wieder klargestellt, dass sie Abriss und Neubau nicht Verhindern wollen, sondern ein solches Vorhaben ausdrücklich begrüßen. Die Kritik richtet sich einzig gegen die Art des Projekts, weil überteuerte Microappartements nur dem bauendem Investor nutzen, aber sonst niemand. (Die Stiftung Warentest hat neulich reine Geldanleger vor solchen Wohnungen gewarnt.) Außerdem ist das beantragte Zubauen des Hofes zu hinterfragen, weil es die Wohnqualität der Nachbarhäuser (und letztlich des Bunkerersatzes selbst) senkt.

Unglücklich finde ich auch das Zitat von Reidel „Keiner braucht 130qm-Appartements“, weil es im Artikel unwidersprochen so steht, als würde das von den NachbarInnen gefordert. Auch davon hat beim Treffen niemand gesprochen. Mal abgesehen, dass sich 130qm in der Preisklasse von Reidel-Projekten niemand leisten kann. Gefordert worden gemischte Wohnungsgrößen, gerne auch kleine Wohnungen für Studenten/Azubis bzw. barrierefrei für RentnerInnen, aber eben auch größere Wohnungen für Paare und Familien. Kurz: Für eine Mischung, wie sie das Viertel derzeit noch ausmacht.

Mit freundlichen Grüßen
Lotta