Jetzt ist es amtlich

Der Bauantrag für die ‚Eimsbütteler Straße 135′ ist vom Bauamt Altona genehmigt worden.
Genehmigt wurde der Bau von 70 Mikrowohnungen.
Als Nachbar hat man das Recht Einsicht in den Bauantrag zu nehmen. Den vollen Antrag bekommt man leider nicht zu sehen, aber die Ansichten der Fassaden, der Gebäudegrundriss (nicht die Grundrisse der einzelnen Wohnungen), die Lage auf dem Gelände und ein Plan der Abstandsflächen sind öffentlich. Noch bis zum 28.09.2018 liegt die Mappe mit den einsehbaren Unterlagen im Bauamt Altona (Jessenstrasse 1) im Servicezentrum (Mittwochs geschlossen) für interessierte Nachbarn, die sich ausweisen können, aus. Nach diesem Termin ist vermutlich eine Absprache zur Akteneinsicht notwendig.
Angeblich will der Investor die Nachbarn vor Baubeginn über das Bauvorhaben informieren. Wir sind gespannt und bleiben dran.

Still und starr ruht…

… der Bunker derzeit noch. Bereits im Februar wurde der Bauantrag für die ‚Eimsbütteler Straße 135′ vom Bauausschuss der Bezirksverwaltung Altona genehmigt. Noch aber liegt der Bauantrag (wohl in unveränderter Form) im Bauprüfamt Altona und ist noch nicht abschließend genehmig. Grund dafür ist offenbar der noch nicht abgeschlossene öffentlich rechtliche Vertrag den die Stadt Hamburg mit dem Investor Reidel schließen will. Mit diesem Vertrag soll gesichert werden, dass die von Reidel zugesagten 21 mietpreisreduzierten Wohnungen dann auch wirklich zu den von der Politik ausgehandelten Konditionen vermietet werden. Das der Abschluß solch eines Vertrages so lange dauert erscheint sehr seltsam, noch im Februar hieß es so etwas würde ca. 2 Wochen dauern. Man kann nur ’spekulieren‘ warum Investor und Politik mittlerweile 4 Monate dafür brauchen. Ein wachsames Auge sollten wir auf diesen Vertragsabschluß auf jeden Fall werfen.

Eigentumsverhältnis geklärt

Das Erscheinen der Mitteilungsdrucksache vom 21.02. in der behauptet wird der Bunker sein nie von der BImA verkauft worden und solle auch nicht verkauft werden, sorgte doch für einige Unruhe.
Auf alle Nachfragen bei der Politik zum Thema: „Ist der Investor Reidel nun der Eigentümer des Bunkers, oder behauptet er das nur?“ kam einhellig als Antwort: „Das kann ja nicht sein, dann hätten ja der Investor und die BImA falsche Angaben gemacht.“ oder „Da hat jemand bei der Finanzbehörde schlampig recherchiert.“ Als Maßnahme zur Klärung des Sachverhaltes soll der verantwortliche Mitarbeiter der Behörde nochmal persönlich im nächsten Planungsausschuss darlegen wie er zu der Aussage kam.
Alles sehr vage und unbefriedigend. Da ist der Bürger selbst gefragt. Als Anwohner hat man, bei berechtigtem Interesse, die Möglichkeit ins Grundbuch zu schauen. Das war erstaunlicher Weise überhaupt kein Problem. Eine nette Person im Grundbuchamt konnte innerhalb weniger Sekunden mitteilen wer der aktuelle Eigentümer ist. Die „RHH Eimsbüttler Straße“ (die Firma die Investor Reidl für den Bunkerumbau gegründet hat) ist Eigentümer des Bunkers, vermutlich auch nicht erst seit zwei Wochen, denn dann würde es noch nicht im Grundbuch eingetragen sein.
Immerhin haben wir jetzt Klarheit.

Jetzt wird’s komisch: Wem gehört der Bunker?

Es gab schon immer Zweifel, ob der Bunker in der Eimsbütteler Straße 135 tatsächlich an den Investor Ernst Reidel verkauft wurde. Aus dem Bauausschuss kam immer die Aussage, ja der Bunker sei verkauft, die Rückgabefristen vorbei und somit wäre es müssig, sich über alternative Planungen Gedanken zu machen. Und die bereits entstandenen Kosten seien auch so hoch, dass sozialer Wohnungsbau nicht möglich sei.

Dem Verkauf von Bunkern an den Höchstbietenden widersprach ein Beschluss der Großen Koalition in Berlin, der den jeweiligen Gemeinden Preisabschläge für den sozialen Wohnungsbau gewähren sollte. In diesem Sinne hat die Bezirksversammlung am 14.12.17 einen Beschluss gefasst, durch den die Finanzbehörde aufgefordert wurde, dem Planungsausschuss Auskunft über den Stand der Dinge bzgl. militärischer Bundesanlagen in Altona zu geben.

Die Antwort der Finanzbehörde liegt nun vor, darin heißt es eindeutig: „Die Bunkeranlagen Eimsbütteler Straße 135, Schomburgstraße 6-8 und Holstenstraße 20 gehören dem Bund und sind bislang nicht zum Verkauf angeboten worden.“ Wenn das stimmt, ist die Genehmigung der Bauantrages rechtsgrundlos, weil den Antrag nur der Eigentümer stellen darf! Gestern lag die Drucksache dem Planungsausschuss vor, wo einige Mitglieder das wohl lieber unter dem Teppich gehalten hätten. In diesem Moment liegt es in der Bezirksversammlung, wer da von Ergebnissen berichten kann, schicke uns bitte ein Mail.

Irgendjemand spielt hier falsch. Und wir wollen wissen, wer das ist!

Baugenehmigung erteilt

Jetzt ist es geschehen, der Bauantrag für das Bauvorhaben ‚Eimsbütteler Straße 135′ wurde am vergangenen Dienstag vom Bauausschuss Altona genehmigt. Auch der letzte Bauplan wurde wohl noch einmal überarbeitet um die vom Bauamt geforderten Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken einzuhalten.
Wir müssen nunmehr immer noch von ca.70 Wohnungen ausgehen die offenbar allesamt ‚micro‘ sind. Die in der Zwischenphase mal geplanten wenigen 30-40 qm Wohnungen scheinen ausnahmslos wieder vom Tisch zu sein. Das Gebäude verspringt um eine Stufe weniger in den Hinterhof, die gut 40 Balkone die uns dort beschallen werden bleiben aber nahezu unverändert erhalten (diese Infos nur unter Vorbehalt, da ich die neusten Pläne noch nicht eingesehen habe).

Ob der Bauausschuss Altona einen ‚Deal‘ mit dem Investor gemacht hat und wie dieser aussehen würde konnte ich bis jetzt noch nicht erfahren, habe aber Fragen dazu an die Parteien gerichtet.

Bartelsstraße: Ein „Deal“ zerstört ihren Hinterhof

Auch andere Nachbarn in Altona kämpfen gegen die Verdichtung ihres Innenhofes. Die Bewohner der Bartelsstrasse 63 wollen das Fällen von 26 Bäumen in ihrem Hinterhof verhindern. Dort sollen etwa acht freifinanzierte Wohnungen entstehen – die Politik hat angeblich einen Deal mit dem Investor ausgehandelt. In der MOPO könnt ihr dazu 2 Artikel lesen.

Die Verhandlungen gehen weiter

Gestern hat der Bauausschuss Altona wieder getagt und unser Bunker stand auf der Tagesordnung.
Laut Informationen der SPD und der Grünen wurde das Bauvorhaben nicht abschließend beraten, da noch Fragen zum Vorhaben offen sind. Die Beschlussfassung ist vertagt worden.

Für uns Nachbarn ist der Stand der Verhandlungen weiterhin nicht wirklich durchschaubar.
Von der SPD wurde uns aktuell mitgeteilt das ihnen unsere Bedenken bekannt sind und in ihre Beratungen einfließen.
Die Grünen gehen davon aus, dass der Investor auf jeden Fall Microwohnungen bauen wird. Ohne Befreiung vom Bebauungsplan dann allerdings durchgängig als Eigentum und ohne Mietpreisreduzierung. Sie begrüßen preisreduzierte Mietwohnungen anstelle von Eigentumswohnungen die dieselbe Größe haben wie jetzt auch in dem Bauantrag mit den Befreiungen.

Die aktuellen Baupläne stellen im Vergleich zu den den alten Entwürfen kaum eine Verbesserung dar.
- Der Baukörper wird in den Hinterhof hinein etwas weniger gestaffelt
- Das Staffelgeschoß reicht jetzt über die gesamte Bunkerbreite
- Die rechte Außenmauer (zum Parkplatz hin) wird nun doch abgerissen, so kann noch näher an die Grundstücksgrenze gebaut werden und sie gewinnen damit ca. 2 Meter Breite.
- Das Treppenhaus wird verglast, springt etwas vor und befindet sich in der Mitte der Vorderfront

Die Anzahl der Wohnungen bleibt unverändert bei ca. 73 Wohnungen – also weiterhin Microwohnungen – keine Wohnungen für Familien, Paare und Singles die wirklich lange hier wohnen wollen.

Der nächste Bauausschuss tagt am 13.02.18

Bericht aus dem Bauausschuss

Es hat ein bisschen gedauert, aber hier nun ein Bericht aus dem Bauausschuss, wo unsere Fragen nach Beschluss der Bezirksversammlung beantwortet werden sollten:

Gesprochen wurde noch auf Grundlage der alten Planung. Die neue Planung (weniger tief in den Hinterhof, größeres Staffelgeschoss, immer noch ca. 70 Mikrowohnungen) ist zwar offensichtlich einigen schon bekannt, aber lag noch nicht endgültig/offiziell vor. Eine Entscheidung wird frühestens am im Bausausschuss am 9.1., wahrscheinlicher jedoch erst Ende Januar/Anfang Februar fallen.

Zur ersten Frage:

  • Herr Jarowoy von Die Linke hat lange und sehr zu unseren Gunsten geredet, aber außer uns hat ihm recht offensichtlich niemand zugehört.
  • Von der FDP wurde zwischendurch daraufhin gewiesen, dass es der Drittelmix keiner ist, weil es keine Sozialwohnungen gibt sondern lediglich preisgedämpfte Mieten (weit jenseits von Sozialmieten).
  • CDUSPDGRUENE argumentieren weitgehend einheitlich, von diesen Parteien haben Vertreter direkt mit dem Investor verhandelt
  • Es haben alle Parteien erklärt, dass sie die ursprüngliche Staffelung in den Hinterhof nicht akzeptieren würden.
  • Die Extrageschosse bzw. Höhe haben eigentlich alle akzeptiert.
  • Der falsche Drittelmix (nicht sozial sondern nur preisgedämpft) soll wohl über die gesamte Wohnungsanzahl gelten, haben die Verhandler mit dem Investor bestätigt.
  • Herr Trede von den Grünen hat uns (also den engagierten NachbarInnen) noch vorgeworfen, daß wir ja alle mindestens 2 Autos hätten und deshalb gar nicht über die Parksituation meckern dürfen. (Anmerkung des Setzers: In unserem Haushalt gibt es schon mal kein Auto.)

Das Problem, dass auch nach neuem Plan nicht weniger Balkone den Hinterhof beschallen, hat niemand angesprochen.

Zur zweiten Frage:

  • Es wurde unisono erklärt, dass natürlich richtige Wohnungen besser wären. Aber da im Viertel ja auch „normale“ Wohnungen gebaut werden, würde das schon passen. Allerdings wurde der Viertelradius (incl. neue Mitte und Stresemannstraße) ziemlich ausgeweitet.
  • Gleichzeitig habe alle darauf hingewiesen, dass InvestorInnen Gestaltungfreiheit haben.

Zur dritten Frage:

  • Von allen dahingehend beantwortet, dass die Sozialen Erhaltungsverordnungen bei Neubauten gar nicht gelten, weil das ja neue Anwohner seien, die können sich zusammensetzen, wie sie wollen. Nur bei bestehenden Wohnungen will man die Änderung der Zusammensetzung der Anwohner verhindern. Altona-Nord bekommt wohl erst 2018 oder 2019 eine Soziale Erhaltungsverordnung.

Zur vierten Frage:

  • Die vierte Frage wurde quasi nicht beantwortet, da das erst nach der Entscheidung relevant würde. Dann wird von den entsprechenden Ämtern geprüft.

Sonstiges:

  • Zwischendrin ging es nochmal um den Verkauf des Bunkers. Es ist tatsächlich so, dass nicht der Bund die Stadt fragen muss, ob sie den Bunker haben will, sondern die Stadt muss aktiv werden. Die Grünen im Bund haben recherchiert, das keine Rückabwicklung des Vertrags mehr möglich ist. Deshalb denkt die CDU darüber nach, ob die Stadt das Grundstück (teuer) vom Investor kaufen könnte.
  • Laut Verhandlungsgruppe hat der Investor zugesichert, dass definitiv kein Boardinghaus geplant ist. Die Wohnungen sollen auf den freien Mietmarkt kommen. Allerdings hat er nicht gesagt, ob möbliert oder unmöbliert.
  • Von der FDP wurde darauf hingewiesen, dass wenn wir zu heftig Lärm machen oder der BA nicht auch im Investorensinne entscheidet, könnte der Investor sich an die Senatskommission wenden und die winke alles durch, wo „Wohnung“ draufsteht.
  • Der Vertreter vom Bauamt hat am Schluss noch darauf hingewiesen, dass der Bau keinen Einfluss auf den Mietspiegel hätte, weil Wohnungen unter 25 m² nicht berücksichtigt werden. Größere würden lediglich den Teil beeinträchtigen, der Wohnungen betrifft, die nach 2011 gebaut wurden. (Frage des Setzers: Heißt das im Umkehrschluss, dass die Mikrowohnungen dann auch keiner durch den Mietspiegel unterliegen?)

Fragen gehen in den Bauausschuss

Wir hatten für die heutige Bezirksversammlung (BV) Altona 4 Fragen in die öffentliche Fragestunde eingereicht.
Diese waren so detailliert, dass sie nicht in der BV von den Fraktionen beantwortet werden konnten, sondern in den Bauausschuss gegeben wurden.
Hier werden sie am Dienstag, 12.12.2017 beantwortet.

Fragen zur Öffentlichen Fragestunde der Bezirksversammlung am Donnerstag, 30. November 2017 zum geplanten Bauprojekt Bunker Eimsbütteler Straße 135

(1)
In welchen Punkten und/oder unter welchen Bedingungen unterstützen Sie als Bezirksversammlungsfraktion die Anträge des Investors auf Befreiungen von den Festsetzungen des Baustufenplanes?

(2)
Das vom Bezirksamt Altona beauftragte und durch das Büro „F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH“ erstellte Gutachten „Gemischtes Wohnen im Tucholsky-Quartier“ – das Tucholsky-Quartier liegt ca. 250 m entfernt vom Bunker – kommt zu dem Ergebnis, dass nach alle Wohnungsgrößen nachgefragt werde, insbesondere aber kleine und mittlere Wohnungen mit bis zu 75 m² – bei möglichst vielen Zimmern, die Nachfrage nach 1-Zimmer-Wohnungen habe hingegen abgenommen.
Wie beurteilen Sie den Widerspruch zwischen den Bebauungsplänen des Investors mit Micro-Appartments und den Ergebnissen des Gutachtens?

(3)
Sehen Sie die Bebauungspläne des Investors mit Micro-Appartments im Einklang mit den Intentionen der Sozialen Erhaltungsverordnungen, wie sie z.B. für die unmittelbar benachbarten Stadtviertel Altona-Altstadt und Sternschanze bestehen, denen zufolge die Struktur der Zusammensetzung der bisherigen Wohnbevölkerung nicht beeinträchtigt werden soll.

(4)
Die Stirnseite des Bunkers (zum Glücksburger Platz hin) ist vollständig mit Efeu bewachsen. In dieser Begrünung, ebenso wie in dem mit Brombeerhecke und Efeu bewachsenen Hof des Bunkers brüten diverse Vögel, und der überwachsene Bereich wird von Bienen und Schmetterlingen sehr stark frequentiert. Für ein Innenstadtquartier ist dies sehr außergewöhnlich und aus unserer Sicht erhaltenswert. Unsere Fragen hierzu:
a) Sind die erforderlichen Klärungen mit der Naturschutzbehörde bereits erfolgt? Falls ja, wie ist das Ergebnis?
b) Unabhängig von einer naturschutzrechtlichen Verpflichtung: Gibt es Überlegungen entweder für die Erhaltung dieser Begrünung oder für Ausgleichsmaßnahmen (Neubegrünung)?

Der Stadtteil ist ideal für Familien mit Kindern, die nicht aus der Stadt ziehen wollen!

Wir freuen uns, dass nicht nachgelassen wird, und veröffentlichen die Mail von Janosc an die Mitglieder des Bauausschusses:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bestimmt haben Sie in den letzten Tagen und Wochen bereits einige Nachrichten von Anwohnern in der Nähe des Hochbunkers bekommen.

Auch ich möchte Ihnen hiermit meine Meinung und Einstellung zu diesem Projekt näher bringen.
Ich wohne seit drei Jahren in dieser Nachbarschaft und habe Diese Gegend als gemeinschaftlich sehr stark kennengelernt. Die Straßen um den Platz ohne Namen sind durch sehr viele Familien geprägt. Viele Anwohner engagieren Sich für die Nachbarschaft und man ist gemeinsam bemüht die Verlorenheit der Nachbarschaft durch die umliegenden großen Straßen zu kompensieren. Events beim Gemüsehändler, Privat organisierte Flohmärkte, Sommerfeste für Kinder, und Grillfeste sind nur einige der Ergebnisse dieses Engagements. Der Stadtteil ist ideal für Familien mit Kindern, die nicht aus der Stadt rausziehen wollen, da auch die Zentrumsnähe mit den Kulturellen Angeboten erhalten bleiben sollen.
Was hier benötigt wird sind Wohnungen für junge Familien, die Ihren Kindern ein Stadtleben ohne die immer weiter voranschreitende Anonymisierung der Großstadt ermöglichen wollen.
Unangebracht sind meiner Meinung nach Wohnungen, welche die Rastlosigkeit und Ungebundenheit der Gesellschaft unterstützen. Möblierte Mikroappartements, mögen sie auch nur 22 € den Quadratmeter kosten, tragen nicht zur nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Mögliche Anwohner des besagten Projekts werden durchaus Studenten sein. Jedoch welche, die über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Dies bringt vielfach auch den Besitz eines Fahrzeuges mit sich. Auch sind die Wohnungen sicherlich für Geschäftsleute interessant die die Woche in der Stadt zum arbeiten sind. Diese werden ihre Einkünfte und Ihr mögliches Engagement jedoch sicherlich nicht in der Nachbarschaft geschweige den der Stadt Hamburg lassen. Aus diesen Gründen sehe ich die Argumentation des potentiellen Bauträgers, dass ein Mikroappartementblock ein Gewinn für die Nachbarschaft und/oder die Stadt wäre, als nich nachhaltig und nicht ehrlich an.

Der Ausbau des Bunkers ist meiner Meinung nach absolut sinnvoll und auch der Antrag aus 6 Stockwerke sogar den Antrag für das Staffelgeschoss finde ich auf Grund des umliegenden Gebäudebestands sinnvoll. Hierbei sollte jedoch auf einen ordentlichen Anschluss der Dachansätze zu dem danebenliegenden Haus Nr. 129 sowie zu dem dahinter liegenden Haus Glücksburger Straße Nr. 3 geachtet werden. Auf diese Weise wäre der Ausbau ein Gewinn für das Stadtbild und nicht ein retortenplan zur möglichst effizienten Gewinnsteigerung. Auch der sehr ausladende Ausbau in den Innenhof mit 49 Balkonen ist unangebracht unpassend und kann nur durch mögliche Profitmaximierung erklärt werden. Bereits heute ist der Innenhof zu dem auch dieser Bunker gehört ein Geräuschkessel, in dem bei Feiern oder spielenden Kindern der Lärmpegel steigt. Die geplanten 40 Balkone die zu den Mikroappartements gehören werden die Anzahl an Balkonen ca. Verdoppeln. Hierdurch und durch die stetig wechselnden Mieter, die kein Interesse an eine nachhaltige Bindung mit der Nachbarschaft haben, wird hier eine andauernde Geräuschkulisse erzeugt, welche dem Zusammenhalt sogar noch schaden wird. Hier wäre ein Haus mit Familiengerechten Wohnungen mit einem sich nach oben verjüngenden Ausbau, der Terassenflächen generiert wesentlich passender, da auch hier ein Gewinn der rückseitigen Fassadengestaltung und der direkten Nachbarschaft das Ergebnis wären.

In der neuen Mitte Altona wurden viele Baugemeinschaften mit einbezogen, solange die geplanten Konzepte ein nachhaltiges Wohnen verfolgten. Familien, Paaren und Singles hier die Möglichkeit zu geben sich ein Zuhause zu schaffen, wäre für die Stadt und die direkte Nachbarschaft ein unschätzbarer Gewinn. Warum solch eine Nachhaltige Stadtentwicklung nicht grundsätzlich verfolgt und stattdessen zusätzlich der Drittelmix abgeschafft wird kann ich leider nicht nachvollziehen.

Ich hoffe das Sie ihre Stimme im Bauausschuss dazu nutzen werden, der Stadt Hamburg und der direkten Nachbarschaft eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen und das Profitgebahren einer einzelnen Firma hinter die Interessen der Hamburger Anwohner stellen werden.

Ich freue mich über Antworten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Janosc



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